Geschichte Gotlands
 
Von Roger Öhrman, Visby.

Übersetzung von Daniel Höffker.
Der Übersetzer bedankt sich bei Karin Schaer, Kiel und Michael Engelbrecht,
Flensburg für Rat und Beistand.

 
 
Vorwort
 
 
Vorwort
 

Es gibt zwei Trends, die sich seit den frühen neunziger Jahren in unserem Teil der Welt - Europa - bemerkbar gemacht haben. Der eine besteht in einer Interessenverschiebung von den Nationalstaaten zu den Regionen. Der andere ist ein neuerwachtes Interesse für Geschichte und Kultur. Zwischen diesen beiden Richtungen gibt es eine deutliche Koppelung. Aber wir sollen nicht rückwärts in die Zukunft gehen und in der Vergangenheit wühlen, um regionale Chauvinismen aufzubauen.
Betrachtet man die Regionen von innen heraus, dann handelt es sich vielmehr um Menschen mit einer starken Identität, sozialen Netzwerken und gemeinsamen Werten. Geschichte und Kultur sind der Kitt, der die Einwohner einer Region zusammenhält und der ihnen auch einen Namen gibt. Das kann nun für Katalanen, Bayern, Wallonen, Schotten, Jämtländer oder die Einwohner Schonens und vor allem für die Gotländer gelten. Die Geschichte ist unser kollektives Gedächtnis und eine Quelle des Wissens, wenn wir eine Zukunft für unsere Region bauen wollen.
Es ist die heutige Jugend, die die Zukunft formen soll. Ihr heutiges Wissen und ihre heutigen Werte werden in ein paar Jahrzehnten neue Akzente setzen. Deshalb haben wir uns entschlossen, mit den Schulen und der Zentrale für Lehrmittel bei der Produktion des Jahrgangs 1994 von Gotländskt Arkiv zusammenzuarbeiten. Der Weg zu Gotlands Geschichte wird hoffentlich nicht nur von der Jugend beschritten. Wir hoffen, daß es alle für wichtig halten, an Gotlands besonderer Geschichte und charakteristischer Kultur teilzuhaben.
Der Autor Roger Öhrman hat sich dazu entschlossen, mit Spezialisten zusammenzuarbeiten. Sie sind hier in chronologischer Reihenfolge hinsichtlich ihrer Spezialgebiete genannnt : Inger Österholm, Erik Nylén, Majvor Östergren, Gun Westholm, Sven-Erik Pernler, Karin und Gunnar Svahnström, Tryggve Siltberg, Berndt Enström, Waldemar Falck und Aina Larsson.
Und zuletzt die beiden - Lennart Bohman und Ulf Palmenfeldt -, die so freundlich waren, das ganze Manuskript durchzulesen und dabei viele wertvolle Gesichtspunkte beitrugen. Ihre kritische Durchsicht ist eine unschätzbare Hilfe bei unseren Anstrengungen gewesen, den Weg zu Gotlands Geschichte zu verbreitern. Ihnen allen, die so wohlwollend Zeit und Wissen zur Verfügung gestellt haben, wollen wir von der Redaktion herzlich danken.

Sven-Olof Lindquist